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Tonerde grün montmorillonite ultra-fein 500g

Reference: BARGVVM




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Herkunft: Frankreich

Verfügbarkeit: Auf Lager.

4,65 €

Der Name der grünen Tonerde Montmorillo kommt von der französischen Ortschaft Montmorillon im Vienne. Man nennt sie manchmal auch „Terre de Carpentras“ (Carpentras-Erde). Man findet sie sowohl im Pariser Becken als auch im Süden Frankreichs. Sie ist vielseitig verwendbar und zusammen mit Ghassul die Tonerde mit der höchsten Adsorptionsfähigkeit. Sie wird daher vor allem für die Reinigung der Haut und der Haare empfohlen.



 

Tonerde

Beschreibung

Ton ist eine natürliche Erde. Genauer gesagt ist er ein erdiges Gestein mit sehr feiner Textur, wasserundurchlässig, wenn er trocken, verformbar, wenn er feucht ist.

Er entsteht bei der Zersetzung von bereits existierenden Gesteinen (Muttergesteinen) wie z.B. Granit, Glimmer und vor allem Feldspat. In Abhängigkeit von der physikalisch-chemischen Zusammensetzung kann es grüne, braune, rote, weiße, gelbe oder graue Tonerde geben.

Ton ist ein wahres Geschenk der Natur und strotzt von erstaunlichen und oft unterschätzten Eigenschaften („Eigenschaften und Verwendung“).

Die Tonerdearten, die wir anbieten, werden alle aus geschützten Gruben abgebaut und daraufhin auf natürliche Weise in der Sonne getrocknet. Sie werden darüber hinaus nicht bestrahlt und sind frei von jeglichen Konservierungsstoffen.

Eigenschaften und Verwendungen

Tonerde wirkt in doppelter Weise auf den Organismus: einerseits wie ein Schwamm (absorbierende Eigenschaft) und andererseits wie ein Bindemittel (Fähigkeit zur Bindung unerwünschter Moleküle mit ihren Ionen).

Seit der Antike und wahrscheinlich auch schon viel länger wird Tonerde vor allem zur Haar- und Körperpflege verwendet. Sie absorbiert selbst feinste Verunreinigungen und Gerüche und lässt die Haut besonders weich und bis in die Tiefe gereinigt mit gestrafften Poren zurück. Als Gesichtsmaske aufgetragen, lindert sie Sonnenbrände und reinigt auf milde Weise fette Haut. Auch als Badezusatz macht sie die Haut weich und geschmeidig. Und an Orten wie z. B. einem Kühlschrank, einer Speisekammer oder einem Schuhregal aufbewahrt, nimmt Tonerde störende Gerüche erstaunlich gut auf.

Mehreren Studien zufolge, die von anerkannten COFRAC-Laboren durchgeführt wurden, ist die grüne Illite-Tonerde („Sorten“) besonders wirksam zur Bekämpfung verschiedener Pilze und pathogener Bakterien. Vor dem Aufkommen von Medikamenten unserer modernen Pharmakopöe wurde sie wegen ihrer wundheilenden und entzündungshemmenden Wirkung vielfach genutzt. Tonerde kann bei Quetschungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen und Gelenkschmerzen, kleinen Verbrennungen, kleinen Wunden etc. angewendet werden.

Einigen Spezialisten zufolge (France Guillain, Le Petit Guide de l'argile) sollen Tonerdenumschläge an zwei Punkten des Körpers (am Unterbauch und im Nacken) die Drainage des Organismus fördern (Reinigen und Ausscheiden von Abfallstoffen auf natürlichen Wegen). Dennoch ersetzt die Verwendung von Tonerde natürlich keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Einige Naturheilärzte empfehlen zudem die Einnahme grüner Illite-Tonerde in einer mehr oder weniger stark mit Mineralwasser verdünnten Form. Auch bestimmte wilde Tiere nehmen ab und zu tonerdehaltiges Wasser zu sich. Es gibt jedoch einige Gegenanzeigen („Verwendungsanleitung“). Vor dem Beginn einer Kur ist es daher ratsam, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Zusammensetzung

Tonerde besteht hauptsächlich aus hydratisierten Aluminiumsilikaten, in die Mineralelemente eingefügt sind, die für die Färbung verantwortlich sind. Diese in kleinen Mengen enthaltenen Elemente sind Aluminiumoxide, Titan, Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium.

Verwendungsanleitung

Zubereitung einer Maske

Ein Gefäß und einen Löffel aus einem Material nehmen, das nicht mit den Oxiden der Tonerde reagiert: Glas, Holz und Porzellan sind gut geeignet; Metall ist zu vermeiden.

3-4 Esslöffel Tonerde mit 2-3 Esslöffeln Wasser vermischen. Auf die Haut auftragen und einige Minuten lang wirken lassen. Die Tonerde nicht auf der Haut trocknen lassen, notfalls etwas nachfeuchten. Mit klarem Wasser abspülen und nach Gebrauch entsorgen.

Zubereitung eines Umschlags oder eines Pflasters

Ein Gefäß aus einem der oben aufgeführten Materialien zur einen Hälfte mit Tonerde und zur anderen Hälfte mit Wasser füllen. Warten, bis die Tonerde das ganze Wasser aufgesaugt hat.

Für einen Umschlag die auf diese Weise hergestellte Paste auf ein Stück Stoff geben und auf die gewünschte Stelle auftragen.

Für ein Pflaster die Paste direkt auf die Haut auftragen und danach eventuell mit einer lebensmittelechten Folie abdecken, um ein zu schnelles Austrocknen zu verhindern.

Je nach vorher definierter Art der Anwendung 1 bis 2 Stunden ruhen lassen. Die Tonerde nicht auf der Haut trocknen lassen, wenn erforderlich nachfeuchten. Mit klarem Wasser abspülen und nach Gebrauch entsorgen. Pro Tag sind mehrere Umschläge oder Pflaster möglich.

Die überschüssig zubereitete und noch nicht verwendete Tonerde muss in einem fest verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden, damit sie nicht austrocknet und keine fremden Gerüche aufnimmt.

Innere Anwendung

Niemals Metallutensilien verwenden.

Einen Teelöffel Tonerde in ein Glas Wasser geben. Je nach gewünschtem Verdünnungsgrad mehr oder weniger lange stehen lassen, von einigen Minuten bis zu einer Nacht, und das mit Mineralien angereicherte Wasser vorzugsweise am Morgen auf nüchternen Magen trinken.

Gegenanzeigen

Nicht eingenommen werden sollte Tonerde von:

- Kindern unter 18 Monaten

- Personen mit hohem Blutdruck

- Personen mit Darmverschluss

- Personen unter medikamentöser Behandlung

- Schwangeren

Für längere Tonerdekuren einen Arzt zu Rate ziehen.

Geschichte und Anekdoten

Den Forschern John Desmond Bernal und Caims-Smith zufolge (Genetic Takeover and the Mineral Origins of life, Cambridge University Press, 1982) sei das Aufkommen der ersten lebenden Zellen durch die Anwesenheit von Ton ermöglicht worden: Zum einen habe er die Zellen vor der Zerstörung durch UV-Strahlen geschützt, zum anderen als Katalysator gewirkt.

Tiere begeben sich natürlicherweise zu Tonschlammpfützen, um dort ihren Durst zu stillen und Beschwerden zu lindern (Verletzungen, Überhitzung, Parasiten etc.), wie dies durch zahlreiche Beobachter bestätigt wurde, u.a. Dr. Em. Grommier: „[…] Elefanten trinken das Wasser aus silizium- und magnesiumreichem Schlamm (Tonerde) und wälzen sich mit dem ganzen Körper in der wertvollen Substanz […].“

Im Laufe der Geschichte haben die deutschen Naturheiler Kneipp, Kuhn, Just und Felke am stärksten zur Verwendung und Wiederentdeckung der Tonerde beigetragen. Der „König der Ärzte“, der Perser Avicenna, und auch der berühmte griechische Anatomiker Galen priesen ihre Wirkungen. Vorher hatte der römische Historiker Plinius ihr bereits ein Kapitel in seiner „Naturgeschichte“ gewidmet. Mahatma Gandhi war seinerseits ein begeisterter Tonerdenverwender.

Seit der Vorgeschichte hat der Mensch Tonerde für das Bauen von „festen“ Unterkünften genutzt, dann für die Anfertigung von Werkzeugen, Gefäßen, Dekorationsgegenständen und Tafeln zum Schreiben oder Zeichnen.

Aber er nutzte Tonerde auch zum Verzehr in Form von tonhaltigem Wasser. Nicht selten findet man auch heute noch Volksstämme, deren Frauen vor dem Beginn der Mutterschaft mit Quellwasser vermischte Tonerde zu sich nehmen.